Der Werkstoff Ton ist ein reines Naturmaterial, das in verschiedenen Farben vorkommt. Nach der Gewinnung wird der Ton gesäubert und vorhandene Lufteinschlüsse herausgeschlagen. Das Material enthält viel Feuchtigkeit und ist so leicht formbar.

Bei der sogenannten Plattentechnik wird der Ton gleichmäßig ausgewalzt. Aus den Tonplatten können mit Hilfsformen verschiedenste Gegenstände hergestellt werden. Mit der Töpferscheibe entstehen gleichmäßig geformte runde Gefäße. Diese rasche Herstellungsweise erfordert viel Fingerfertigkeit und Übung. Mit Wasser verflüssigter Ton kann auch in Gipsformen gegossen werden.

Nach dem Trocknen wird das Werkstück im Brennofen bei Temperaturen um 1000 Grad C gebrannt und erhält so Festigkeit und Stabilität.

In einem zweiten Arbeitsgang können verschiedenfarbige Glasuren auf das roh gebrannte Objekt aufgebracht werden. Dies geschieht durch Eintauchen, Aufmalen oder Aufspritzen. Das Werkstück wird ein zweites Mal gebrannt und die aufgetrocknete Glasur verfestigt sich zu einer harten glasähnlichen Schicht, welche dem Objekt Dichtheit und Farbe verleiht. Jedoch auch Gegenstände aus unglasiertem Ton (Terrakotta) haben Reiz.

Die Arbeit mit Ton hat jahrtausendalte Tradition, wie viele antike und prähistorische Funde beweisen. Auch heute noch ist Keramik ein wichtiger Werkstoff, nicht nur bei Haushaltsartikeln und in der Kunst, sondern auch in der Hochtechnologie.

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